Zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben gem. § 41a Abs. 1 S. 1 Nr. 1 EStG i. V. m. § 52 Abs. 40a EstG wurde die Möglichkeit geschaffen, je Abrechnungsmonat ein Lohnauszahlungsdatum festzulegen, sodass die gesetzlich korrekte Erstellung von Lohnsteueranmeldungen und Lohnsteuerbescheinigungen ermöglicht wird.

Bei Erstellung der Lohnsteueranmeldung wird nun die Auszahlung anhand des Auszahlungs­datums zum Abrechnungsmonat beim Mitarbeiter berücksichtigt. Gleiches gilt beim Jahreswechsel bei Erstellung der Lohnsteuerbescheinigung.

Das Auszahlungsdatum je Abrechnungsmonat kann in Allgemeine Grunddaten ändern, Auszahlungsdatum für alle Mitarbeiter vorgegeben werden.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, je Mitarbeiter über Mitarbeiterdaten ändern, Auszahlungsdatum ein abweichendes Auszahlungsdatum je Abrechnungsmonat zu erfassen.

Bei Änderung des Auszahlungsdatums in Allgemeine Grunddaten ändern wird das Auszahlungsdatum in Mitarbeiterdaten ändern überschrieben.

Das Auszahlungsdatum kann innerhalb des Abrechnungsmonats und maximal zwei Monate nach dem Abrechnungsmonat liegen. Eine Änderung ist nach Versand der Lohnsteueranmeldung für den Abrechnungsmonat nicht mehr möglich.

Im Modul Finanzbuchhaltung I wird mit der Jahresversion 2021/2022 die Funktionalität der Programmfunktion Abrechnung Aktenkonto erweitert.

Die Abrechnung Aktenkonto kann nun auch bei vorsteuerabzugsberechtigten Mandanten als arbeitszeitsparende Alternative zur Abrechnung mit dem Gebührenprogramm eingesetzt werden.

Sind im Aktenkonto Kostensollstellungen gebucht, insb. Kostenfestsetzungsanträge und ZV Kosten, können diese nun unter Ausweis der noch nicht dem Mandanten als Vorsteuer formwirksam ausgewiesenen Umsatzsteuer automatisiert als Rechnung mit Umsatzsteuer und Rechnungsnummer erstellt werden.

Die Kostensollstellungen sollten dann als Anlage beigefügt werden, das ermöglicht die Funktion E-Akten Dokumente Anhang.

Kontoumsätze zur effizienteren Buchung und Vermeidung von Fehleingaben automatisiert zu erfassen, anstatt mittels Papierbelegen – zeitintensiv und fehleranfällig – manuell zu buchen, das leistet der RA-MICRO Kontoimport in Zusammenspiel mit der Programmfunktion Buchen.

So werden Kontoumsätze online aus dem Datenbestand einer oder mehrerer Banken abgerufen und stehen anschließend umgehend für eine tagesaktuelle elektronische Weiterverarbeitung zur Verfügung.

Dank modernster Sicherheitsverfahren der Banken wie Chipkarte, Schlüsseldatei oder PIN-TAN-Verfahren ist dabei durchgehend eine risikoarme Verarbeitung gesichert.

Die Abholung der Kontoumsätze ist direkt aus RA‑MICRO über das Zugangsverfahren der kontoführenden Bank oder bei Nutzung einer gesonderten Bankensoftware als MT940 Sammel-Import über die Buchen-Maske, Menü Kontoimport oder wie nachfolgend dargestellt, über Buchungen E-Import möglich:

Die Umsätze werden über Kontoauszüge anzeigen/drucken angezeigt. Im Bereich Kontoauszüge sind dort die Anzahl der Zahlungen und die Anfangs- und Endsalden der Kontoauszüge auf einen Blick ersichtlich. Der Bereich Zahlungen weist die jeweiligen Umsätze auf den Kontoauszügen im Detail aus.

Über Vorschlagswerte lassen sich – beispielsweise für regelmäßig wiederkehrende Zahlungen wie Büromiete, Gehälter – auch Buchungsschablonen für Sonderbuchungen auf Sachkonten vor­de­fi­nieren, welche dann für Kontoimport buchen zur Verfügung stehen:

Über Kontoimport buchen in der Buchen-Maske startet die automatisierte Buchung der abgeholten Umsätze:

Hier können die angezeigten Umsätze – bei möglicher Markierung aller Haben- und Sollbuchungen – auf das gewählte Konto gebucht und Teilbeträge, z. B. im Fall abgeholter Sammelüberweisungen, gesplittet werden.

Über die Schaltfläche Aktennummer ermitteln und buchen kann unter Umständen die Rechnungs- und/oder Aktennummer ermittelt werden.

Für den Kontoimport werden die Einzelrechte Kontoimport und Journal buchen in der Rechteverwaltung der RA-MICRO Benutzerverwaltung sowie ein HBCI- (Homebanking Computer Interface) fähiges Konto bei einem Geldinstitut vorausgesetzt. Die Einrichtung des Homebanking-Kontakts erfolgt ab Windows 10 über Rechtsklick auf das Windows-Icon in der Task-Leiste und Aufruf der Systemsteuerung. Dort ist dann in den Unterordner Alle Systemsteuerungselemente zu wechseln. Über den Eintrag Homebanking Administrator (32-Bit) ist die Einrichtung der Homebanking-Kontakte möglich. Sobald diese als Finanzkonten in den Kontenplan der Fibu aufgenommen wurden, stehen sie automatisch unter Buchungen E-Import, Einstellungen als Angelegte Bankkonten für den Import zur Verfügung.

Über Einstellungen können Finanzkonten einzeln als Importkonten aufgenommen und mittels Bank zuordnen mit dem Homebanking-Kontakt verknüpft werden.

Video

Neu:

Nach dem Buchen können Aktenkonten in der Finanzbuchhaltung I automatisiert mit dem Kostenblatt an den Postkorb des Aktensachbearbeiters übergeben werden.

Zweck:

Die regelhafte Postkorbübergabe ermöglicht einen zeit- und papiersparenden Workflow – bspw. bei der Veranlassung von Fremdgeldauszahlungen.

Funktion:

Im Modul KanzleiModul EinstellungenFibu ist über AktenkontoDrucken die Option mit Kostenblatt in Verbindung mit der Einstellung Postkorb Aktensachbearbeiter zu treffen. 

Bei aktenkontenbezogenen Buchungsvorgängen in der Finanzbuchhaltung I wird die Option Übergabe an Postkorb AktenSB einschl. Kostenblatt automatisch vorgeschlagen.

Die Übergabe kann – unabhängig von der lokal gesetzten Einstellung – individuell bei jedem aktenbezogenen Buchungsvorgang abgewählt werden.

Neu:

Nach dem Buchen können Aktenkonten in der Fibu II automatisiert mit dem Kostenblatt an den Postkorb des Aktensachbearbeiters übergeben werden.

Zweck:

Die regelhafte Postkorbübergabe ermöglicht einen zeit- und papiersparenden Workflow – bspw. bei der Veranlassung von Fremdgeldauszahlungen.

Funktion:

Im Modul Kanzlei, Modul Einstellungen, Fibu II ist über Aktenkonten, Bereich Aktenkonten nach dem Buchen in Verbindung mit der Einstellung Postkorb Aktensachbearbeiter die Option mit Kostenblatt zu treffen.

Bei aktenkontenbezogenen Buchungsvorgängen in der Finanzbuchhaltung II wird die Option Übergabe an Postkorb AktenSB einschl. Kostenblatt automatisch vorgeschlagen.

Die Übergabe kann – unabhängig von der lokal gesetzten Einstellung – individuell bei jedem aktenbezogenen Buchungsvorgang abgewählt werden.

Neu:

Mit Abrechnung Aktenkonto ist es möglich, bei der automatischen Erstellung der Rechnungen vorhandene Gebührenguthaben automatisch mit den Forderungen zu verrechnen und bei Verrechnung von zu 16 % USt. gebuchten Gebührenguthaben mit zu 19 % USt. gebuchten Forderungen automatisch die im Rahmen der erstellten Rechnung erforderliche Nachsteuer anzuzeigen.

Zweck:

Vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 galt ein reduzierter Umsatzsteuersatz von 16%, seit dem 1. Januar 2021 gelten wieder 19%. Wurden Gebührenguthaben zu 16% USt. vereinnahmt und auf eine Rechnung zu 19% USt. verrechnet, ist eine Nachversteuerung notwendig.

Funktion:

Voraussetzung ist, dass im Aktenkonto zu 16 % USt. ausgewiesene Gebührenguthaben vorhanden sind, die nicht bereits auf einen Offenen Posten mit Rechnungsnummer saldiert wurden.

Wird nun ein Offener Posten zu 19 % USt. in das Aktenkonto eingestellt und Abrechnung Aktenkonto aufgerufen, so wird dieses Gebührenguthaben automatisch verrechnet und in der Textzwischenzeile der verbleibende Saldo in Höhe der im Falle der Zahlung anfallenden Nachsteuer ausgewiesen.

 

Wird der abgerechnete Betrag bezahlt, so kann er auf diesen Saldo gebucht werden. Der zu 100 % USt. vereinnahmte Gebührenumsatz in Höhe der anfallenden Nachsteuer wird unterhalb des Aktenkonto Saldos angezeigt.

Neu:

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben wurden in Lohn/Gehalt zum 01.01.2021 nachstehende Änderungen vorgenommen:

1. Anpassung der Gehaltsabrechnung nach Lohnsteuertabellen 2021 und Änderungen der Bemessungsgrundlagen für die Sozialversicherung.

2. Versand der Lohnsteueranmeldung und Lohnsteuerbescheinigung.

Zweck:

Änderungen ermöglichen die korrekte Erstellung der Abrechnung, Meldungen und Bescheinigungen entsprechend den gesetzlichen Vorgaben.

Funktion:

Nach einer erfolgreichen Protokollabholung ist das nochmalige Versenden der Lohnsteuer­bescheinigung 2020 nicht mehr möglich. Das hat zur Folge, dass auch keine Neuberechnung des Gehalts für diesen Zeitraum durchgeführt werden kann.

Die Lohnsteuerbescheinigung 2020 sollte daher erst übermittelt werden, wenn alle Berechnungen noch einmal geprüft und korrekt durchgeführt wurden. Es wird eine entsprechende Hinweismeldung angezeigt:

Für evtl. anfallende Nachberechnungen oder Nachzahlungen muss außerhalb von
RA-MICRO eine Anzeige nach § 41 c EStG erfolgen.

Neu:

In Buchungen E-Import gibt es nun die Option des MT940 Sammel-Imports.

Zweck:

In einer MT940 Sammel-Datei enthaltene Umsätze können automatisch den jeweiligen Finanzkonten zugeordnet werden.

Funktion:

Enthält eine Datei Umsätze zu mehreren Kontonummern, so kann die Funktion MT940 Sammel-Import ausgewählt werden. Nach Bestätigung der anschließenden Abfrage erfolgt die automatische Übernahme der Umsätze in die jeweiligen Finanzkonten.