Neu:

In Lohn/Gehalt wurde aufgrund der aktuellen Situation die Möglichkeit geschaffen, Gehaltsabrechnungen mit Kurzarbeitergeld zu erstellen.

Zweck:

Das Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld vom 13. März 2020 soll schnell und gezielt helfen, wenn Unternehmen durch das Corona-Virus Arbeitsausfälle haben. Es treten erleichterte Voraussetzungen für das Kurzarbeitergeld rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft, um Kündigungen zu vermeiden.

Sollte in der Kanzlei vorübergehend eine Verringerung der regelmäßigen Arbeitszeit aus wirtschaftlichen Gründen erfolgen, kann bei der Bundesagentur für Arbeit nach Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen Kurzarbeitergeld beantragt und mithilfe von RA-MICRO gegenüber dem Mitarbeiter abgerechnet werden.

Funktion:

In der Programmfunktion Mitarbeiterdaten ändern, Karteikarte Gehalt/Zuschläge wird für den betroffenen Mitarbeiter und den jeweiligen Abrechnungszeitraum das „normale“ Gehalt, gekürzt auf den Betrag der tatsächlich geleisteten Arbeit, erfasst.

Auf der neuen Karteikarte Kurzarbeit werden das Soll-Brutto-Entgelt und das Kurzarbeitergeld aus der Tabelle der Bundesagentur für Arbeit eingetragen. Weitere Erläuterungen dazu finden sich auch in den InfoPoint-Hinweisen.

Bei freiwillig gesetzlich oder privat krankenversicherten Mitarbeitern ist darüber hinaus auf der Karteikarte SV der AG-Zuschuss zur Kranken- und zur Pflegeversicherung auf das „neue“ Brutto gekürzt einzugeben.

Bei privat krankenversicherten Mitarbeitern muss zusätzlich auf der Karteikarte LSt/KiSt im Feld 149 der dem Arbeitgeber mitgeteilte monatliche Zahlbetrag des Arbeitnehmers zur privaten KV/PV ausgewiesen werden.

Die Berechnung erfolgt sodann aufgrund des verminderten Gehaltes, den Angaben zum Kurzarbeitergeld und der SV-Berechnung Kurzarbeit nach den gesetzlichen Vorschriften. In den verschiedenen Auswertungen wie der Gehaltsabrechnung, dem Lohnkonto, dem Lohnjournal sowie den Beitragsnachweisen werden die entsprechenden Werte ausgewiesen.