Das Bundesjustizministerium hat den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Justizkosten- und des Rechtsanwaltsvergütungsrechts veröffentlicht (Kostenrechtsänderungsgesetz 2021–KostRÄG2021). Er sieht vor, zu 2021 und somit acht Jahre nach der letzten Reform die Gebühren insbesondere der Rechtsanwaltsvergütung anzuheben. Entsprechend den Forderungen aus den Anwaltskammern begründet der Entwurf die Änderungen mit der Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung sowie als Reaktion auf gestiegene Kosten im Kanzleibetrieb.

Kern der Reform soll eine zehnprozentige (lineare) Erhöhung der RVG-Gebühren sein. Daneben finden sich verschiedene punktuelle Anpassungen, u.a. weitere zehn Prozent Erhöhung in sozialrechtlichen Mandaten sowie Anhebungen im Bereich der Kindschaftssachen. Damit realisieren sich die Reformvorschläge aus dem Eckpunktepapier der Justizministerkonferenz. Weitere Informationen bietet die Bundesrechtsanwaltskammer.