Eine Orientierung zum Kanzleibetrieb in der gegenwärtigen Situation bietet die Website des Deutschen Anwaltsvereins (DAV). Informationen zum Berufsrecht, zu finanziellen Hilfen wie einer quarantänebedingten Entschädigungszahlung oder zur Systemrelevanz von Berufsträgern als Organen der Rechtspflege sind in einer täglich aktualisierten FAQ-Liste zusammengefasst. Auch Fragen zur Fortbildungspflicht für Fachanwälte werden hier beantwortet.

Daneben informieren die BRAK sowie die zuständigen Rechtsanwaltskammern tagesaktuell und kammerspezifisch. Stellvertretend seien die Informationsangebote der RAK Bayern genannt. Neben Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen (die bundeslandspezifisch unterschiedlich ausfallen können) gibt es allgemeine Hinweise zur Kanzleipflicht, zur Systemrelevanz von Anwälten und zu den Pflichten des Rechtsanwalts als Arbeitgeber gegenüber Kanzleimitarbeitern und Azubis.

Ebenfalls von Interesse für die Rechtsanwaltschaft sind nachgelagerte Auswirkungen der Pandemie-Maßnahmen, z. B. auf die Altersvorsorge. Die Versorgungswerke der Rechtsanwälte verzeichnen vermehrt Anfragen zur Beitragspflicht bei möglichen Einkommensrückgängen, die sich durch die Einschränkungen des öffentlichen Lebens derzeit ergeben. Exemplarisch sei hier das Versorgungswerk der Rechtsanwälte in Nordrhein-Westfalen genannt, das Informationen zur Beitragsbemessung und möglichen Härtefallregelungen veröffentlicht. Entsprechende Auskünfte bieten auch die Websites anderer Versorgungswerke.

Generell empfohlen sei der Newsletter sowie die Corona-Sonderseite der Bundesrechtsanwaltskammer. Den Sondernewsletter der BRAK vom 25. März 2020 mit einer Informationssammlung für Rechtsanwälte zur Corona-Krise finden Sie hier.