Die aktiven Nutzungspflichten im Elektronischen Rechtsverkehr verdichten sich zum Jahreswechsel. Mit Beginn des neuen Jahres gibt es in der schleswig-holsteinischen Arbeitsgerichtsbarkeit eine aktive Nutzungspflicht des beA. Ab 01.01.2020 verpflichtend ist außerdem im Mahnverfahren, den Widerspruch ausschließlich in maschinenlesbarer Form einzureichen.

Hinzu kommen aktive Nutzungspflichten im Bereich des elektronischen Empfangsbekenntnisses. Dort wo Nachrichten (auch rein passiv nutzend) empfangen werden, sind angeforderte Empfangsbekenntnisses zwangsläufig auch elektronisch abzugeben und damit eine Form der aktiven Nutzungspflicht. Mit der Kanzleisoftwareschnittstelle der BRAK kann dies komfortabel über RA-MICRO abgebildet werden.

Auch die Rechtsprechung hat eine Nutzungspflicht des beA statuiert, jedenfalls für die Fälle, wo die klassische Übermittlung per Fax versagt. Das OLG Dresden verweist für diese Fälle auf die Nutzung des beA, vgl. Beschl. v. 29.07.2019, Az. 4 U 879/19; was auch vom LG Krefeld vertreten wird.