Die BRAK macht Ernst mit ihrer Ankündigung: Am 1. April 2019 wird das automatische Löschen von älteren Nachrichten aus den beA-Postfächern (nach § 27 RAVPV) aktiviert. Was bedeutet das im Einzelnen?

  • Alle beA-Nachrichten, die am 1. April 2019 älter als 90 Tage sind, werden an diesem Tag automatisch in den Papierkorb verschoben und 30 Tage später, also am 1. Mai 2019 endgültig gelöscht.
  • beA-Nachrichten, die sich zum Zeitpunkt des 1. April 2019 bereits seit mehr als 31 Tagen im Papierkorb befinden, werden an diesem Tag unwiederbringlich gelöscht.
  • Diese Löschfristen gelten in Zukunft fortlaufend.

Laut Mitteilung der BRAK werden alle beA-Nutzer, deren Nachrichten zur endgültigen Löschung anstehen, zuvor über die im beA-System hinterlegte E-Mail-Adresse benachrichtigt.

Vor diesem Hintergrund bieten sich folgende Schritte an:

  1. Alle älteren beA-Nachrichten sollten rechtzeitig vor dem 1. April 2019 – wenn noch nicht geschehen – aus dem beA-Webzugang exportiert und über den beA-Importordner, den RA-MICRO im E-Posteingang zur Verfügung stellt, importiert und in die RA-MICRO E-Akte gespeichert werden.
  2. Zukünftig die beA-Schnittstelle in RA-MICRO aktivieren. Hiermit können beA-Nachrichten über den RA-MICRO Posteingang automatisiert abgerufen und in die jeweiligen E-Akten gespeichert werden.
  3. Falls eine Registrierung beim beA noch nicht erfolgt ist, solle dies vor dem 1. April 2019 unverzüglich nachgeholt werden. Denn die automatische Löschung von beA-Nachrichten erfolgt auch dann, wenn diese Nachrichten noch nicht gelesen wurden.
  4. Die im beA-System hinterlegte E-Mail-Adresse sollte überprüft werden. Zudem empfiehlt es sich, auch etwaige Spam-Filter auf E-Mail-Eingänge zu überprüfen.

Weitere Informationen zur Nutzung der beA-Schnittstelle in RA-MICRO erhalten RA-MICRO Anwender über die RA-MICRO Online-Hilfe und bei den RA-MICRO Vor-Ort-Partnern.